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Lektüren, Rezensionen => Gerade am Lesen ... => Topic started by: sandhofer on 28. Dezember 2013, 19.07 Uhr
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Hallo zusammen!
Die Geschichte eines US-amerikanischen Candide kurz vor (oder nach? - ich hab's vergessen ...) der Depression. Schon im zweiten Kapitel zeigt sich seine Unbedarftheit. Zum Schreien komisch - zum Heulen traurig.
Zynismus auf hoher Stufe ... Kollege Köllerer würde sich freuen.
Grüsse
sandhofer
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Zynismus auf hoher Stufe ...
Dann dürfte Dir "Der Tag der Heuschrecke" ebenfalls gefallen. Darin wird der verlogene Hollywoodbetrieb genüsslich seziert.
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Ist vorgemerkt. Danke.
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Dieser Thor ist ist ein bisschen gar thumb. West übertreibt es mit den schlechten Zufällen, die ihm begegnen...
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Im Zug wird er bestohlen. Dafür findet er einen goldenen Ring in seiner Tasche. Und dafür wiederum wird er sogleich verhaftet. Mit Polizei-Grossaufgebot.
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Im weiteren Verlauf tritt der Candide in den Hintergrund. Lem bleibt zwar der Prügelknabe der Welt (auch im wahrsten Sinn des Wortes: Er tritt im Theater auf als eine Figur, der zwei Komiker die künstlichen Körpterteile - und Lem hat mittlerweile deren viele - wegschlagen und dabei Witze erzählen), aber der Focus verschiebt sich auf die Entstehung einer rechtsradikalen, rassistischen Gruppierung, der Lem mehr aus Zufall beigetreten ist und zu deren Märtyrer er unfreiwillig wird. Damals (1934) wie heute aktuell. Und, alles in allem:
Rabenschwarzer Humor.
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Ich habe versucht, meine Eindrücke im Blog (http://blog.litteratur.ch/WordPress/?p=5290) zusammenzufassen. Gar nicht so einfach, denn irgendwie wehrt sich der Text gegen eine Zusammenfassung... So ist der rabenschwarze Humor, auf den ich hier so Wert legte, dort gar nicht erschienen. Obwohl er im Text eigentlich fassbar wäre... ::)