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Lektüren, Rezensionen => Gerade am Lesen ... => Topic started by: sandhofer on 28. Dezember 2013, 19.07 Uhr

Title: Nathanael West: Eine glatte Million
Post by: sandhofer on 28. Dezember 2013, 19.07 Uhr
Hallo zusammen!

Die Geschichte eines US-amerikanischen Candide kurz vor (oder nach? - ich hab's vergessen ...) der Depression. Schon im zweiten Kapitel zeigt sich seine Unbedarftheit. Zum Schreien komisch - zum Heulen traurig.

Zynismus auf hoher Stufe ... Kollege Köllerer würde sich freuen.

Grüsse

sandhofer
Title: Re: Nathanael West: Eine glatte Million
Post by: Sir Thomas on 29. Dezember 2013, 11.53 Uhr
Zynismus auf hoher Stufe ...

Dann dürfte Dir "Der Tag der Heuschrecke" ebenfalls gefallen. Darin wird der verlogene Hollywoodbetrieb genüsslich seziert.
Title: Re: Nathanael West: Eine glatte Million
Post by: sandhofer on 29. Dezember 2013, 14.02 Uhr
Ist vorgemerkt. Danke.
Title: Re: Nathanael West: Eine glatte Million
Post by: sandhofer on 05. Januar 2014, 08.25 Uhr
Dieser Thor ist ist ein bisschen gar thumb. West übertreibt es mit den schlechten Zufällen, die ihm begegnen...
Title: Re: Nathanael West: Eine glatte Million
Post by: sandhofer on 07. Januar 2014, 20.18 Uhr
Im Zug wird er bestohlen. Dafür findet er einen goldenen Ring in seiner Tasche. Und dafür wiederum wird er sogleich verhaftet. Mit Polizei-Grossaufgebot.
Title: Re: Nathanael West: Eine glatte Million
Post by: sandhofer on 19. Januar 2014, 15.54 Uhr
Im weiteren Verlauf tritt der Candide in den Hintergrund. Lem bleibt zwar der Prügelknabe der Welt (auch im wahrsten Sinn des Wortes: Er tritt im Theater auf als eine Figur, der zwei Komiker die künstlichen Körpterteile - und Lem hat mittlerweile deren viele - wegschlagen und dabei Witze erzählen), aber der Focus verschiebt sich auf die Entstehung einer rechtsradikalen, rassistischen Gruppierung, der Lem mehr aus Zufall beigetreten ist und zu deren Märtyrer er unfreiwillig wird. Damals (1934) wie heute aktuell. Und, alles in allem:

Rabenschwarzer Humor.
Title: Re: Nathanael West: Eine glatte Million
Post by: sandhofer on 08. Februar 2014, 08.49 Uhr
Ich habe versucht, meine Eindrücke im Blog (http://blog.litteratur.ch/WordPress/?p=5290) zusammenzufassen. Gar nicht so einfach, denn irgendwie wehrt sich der Text gegen eine Zusammenfassung... So ist der rabenschwarze Humor, auf den ich hier so Wert legte, dort gar nicht erschienen. Obwohl er im Text eigentlich fassbar wäre...  ::)