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Lektüren, Rezensionen => Gerade am Lesen ... => Topic started by: sandhofer on 26. Dezember 2013, 08.37 Uhr
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Hallo zusammen!
Ich lese gerade in einer Auswahl aus den Schriften von Thomas Jefferson - einem der Gründerväter der USA. Verblüffend, wie diese Gründerväter praktisch alle, alle noch einem aufklärerischen Gedankengut verpflichtet waren. Jefferson, wenn er nicht unter Tonnen von Denkmals-Marmor vergraben wäre, würde im Grab rotieren, sähe und hörte er, was seine Nach-Nachfahren auf dem Präsidenten-Stuhl und im Parlament daraus gemacht haben.
Auch faszinierend: Ein Verfassungsrechtler, der sich stilistisch an Cicero gebildet hat und inhaltlich an John Locke.
Grüsse
sandhofer
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Zu meiner Auswahl aus Jeffersons Texten, die ich ausserordentlich gut gelungen finde, habe ich endlich mal was im Blog (http://blog.litteratur.ch/WordPress/?p=5231) schreiben können ... :-\
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Zu meiner Auswahl aus Jeffersons Texten, die ich ausserordentlich gut gelungen finde, habe ich endlich mal was im Blog (http://blog.litteratur.ch/WordPress/?p=5231) schreiben können ... :-\
Danke, das finde ich sehr interessant! Du erwähnst dort neben anderen Cicero als Quelle für Jeffersons politisches Denken. Er fühlte sich aber mWn. noch weitaus mehr von den Schriften eines anderen Römers angezogen: Tacitus. Diese Leidenschaft teilte er übrigens mit dem von Dir erwähnten John Adams.
(Das bringt mich auf sehr dumme Gedanken ... Hat jemand Lust, in absehbarer Zeit den einen oder anderen römischen Klassiker mal wieder zu lesen? Mir schwebt neben Cicero (Vom Wesen der Götter oder Die Republik) und Tacitus (Annalen) vor allem Sallust (Catilina oder Jugurtha) vor.
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Du erwähnst dort neben anderen Cicero als Quelle für Jeffersons politisches Denken.
Da hätte ich mich unklar ausgedrückt: Cicero war sein stilistisches Vorbild, nicht sein denkerisches.
Hat jemand Lust, in absehbarer Zeit den einen oder anderen römischen Klassiker mal wieder zu lesen? Mir schwebt neben Cicero (Vom Wesen der Götter oder Die Republik) und Tacitus (Annalen) vor allem Sallust (Catilina oder Jugurtha) vor.
Die Annalen liegen sogar seit neuestem bei mir herum (im Gegensatz zu Castiglione lagen die unterm nicht vorhandenen Tannenbaum ;) ) - aber "in absehbarer Zeit" ist für mich, so wie's hier aussieht, April oder Mai. Frühestens ... ::)
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(Das bringt mich auf sehr dumme Gedanken ... Hat jemand Lust, in absehbarer Zeit den einen oder anderen römischen Klassiker mal wieder zu lesen? Mir schwebt neben Cicero (Vom Wesen der Götter oder Die Republik) und Tacitus (Annalen) vor allem Sallust (Catilina oder Jugurtha) vor.
Wieso dumm? Bei Cicero bin ich dabei! Wie wär’s mit den Gesprächen in Tusculum (http://de.wikipedia.org/wiki/Tusculanae_disputationes?) Die möchte ich schon seit langem lesen. Das andere ist mir mehr oder weniger bekannt. De re publica würde ich aber zur Not ;)nochmal mitlesen. Erst aber ist der Castiglione dran, oder?
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Bei Cicero bin ich dabei! Wie wär’s mit den Gesprächen in Tusculum?
Hm, ausgerechnet die besitze ich nur in Auszügen. Vorschlag zur Güte: De rerum deorum.
Das ist auch ein philosophisches Werk - nur deutlich kürzer als die Gespräche ...
Erst aber ist der Castiglione dran, oder?
Ja sicher. Du bist am Zug!
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Bei Cicero bin ich draussen. Ich habe vor Jahrzehnten die Gespräche in Tusculum gelesen und bis heute schöne Erinnerungen an die Atmosphäre in Tusculum. Aber mittlerweile sind 3 oder 4 Versuche, den Text wieder zu lesen, an gähnender Langeweile gescheitert ... ::)
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Ich habe vor Jahrzehnten die Gespräche in Tusculum gelesen und bis heute schöne Erinnerungen an die Atmosphäre in Tusculum. Aber mittlerweile sind 3 oder 4 Versuche, den Text wieder zu lesen, an gähnender Langeweile gescheitert ... ::)
Und ich hielt die Gespräche für besonders interessant aufgrund von Aussagen wie diesen: Est profecto animi medicina, philosophia. Die wahre Medizin des Geistes ist die Philosophie( Tusculanae Disputationes III) oder: Patria est ubicumque bene est Das Vaterland ist dort, wo es gut ist( V, XXXVII) u.a.
Aber wenn sie sterbenslangweilig sind, bin ich froh, Sir Thomas, Deinen Vorschlag zur Güte annehmen zu können. De rerum deorum also :angel: