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Lektüren, Rezensionen => Gerade am Lesen ... => Topic started by: sandhofer on 13. Mai 2012, 16.25 Uhr
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Robert Graves, den die Deutschen "Robert von Ranke-Graves" nennen, weil seine Mutter ein Grossnichte des deutschen Historikers Leopold von Ranke war, und weil wohl so seinem Werk eine wissenschaftliche Relevanz unterlegt wird, die es nur bedingt hat (Graves war im Grunde seines Wesens Romancier, auch wenn er "Geschichte" schrieb), hat dieses Werk in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts für die Pinguine geschrieben. Ich habe jetzt gerade seine Einführung gelesen. Bei seinen Ansichten scheinen Frazer (The Golden Bough) und Bachofen (Das Mutterrecht) Pate gestanden zu haben. Ausserdem war er der Meinung, die berauschenden Getränke der Griechischen Götter seien mit halluzinogenen Pilzen versetzt gewesen. Jetzt komme ich zum eigentlichen Text; dieser Anfang verspricht aber eine interessante Lektüre ... :angel:
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Hallo,
ich habe das Buch vor einigen Jahrzehnten genossen. Interessant sind seine Mytheninterpretationen. Seine "Hebräische Mythologie" ist ebenso zu empfehlen.
Liebe Grüße
mombour
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Robert Graves, den die Deutschen "Robert von Ranke-Graves" nennen...
Jener Graves, der zeitgleich mit Albert Vigoleis Thelen auf Mallorca weilte und desssen "Ich, Claudius, Kaiser und Gott" dieser übersetzte, um sich und seine Beatrice zu ernähren?
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Jenselber, ja. ;)
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Hallo!
Interessant sind seine Mytheninterpretationen.
Interessant, ja. Ich bezweifle allerdings seine häufig vorgetragenen Thesen, dass sich konkrete historische Ereignisse in der Mythologie abbilden, wie der Sieg vaterrechtlich organisierter Stämme über Mutterrechtlerinnen ...
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Hei, hat da jemand ein bisschen viel Frazer gelesen? 8) Graves hat Phantasie, kein Zweifel. Viel Phantasie ... >:D