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Allgemeines => Links => Topic started by: sandhofer on 03. Februar 2012, 17.59 Uhr
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In der NZZ eine Besprechung der Neuauflage des Handbuchs der griechischen Literatur der Antike. Unter dem Titel "Der Forschung auf der Spur" (http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buchrezensionen/der_forschung_auf_den_fersen_1.14748265.html) wird der erste Band der bei C.H. Beck 2011 erschienenen und von Bernd Zimmermann verantworteten Neuausgabe besprochen.
Fazit des Rezensenten Hans-Albrecht Koch:
Herausgekommen ist eine nachgerade stupende Zusammenfassung der Forschung seit der letzten Ausgabe, die in mehreren Bänden zwischen 1929 und 1948 erschienen war.
[...]
Vor einem halben Jahrhundert noch wurden solche Bücher wie das hier angezeigte nicht nur von Bibliotheken, Instituten und Dozenten erworben, sondern auch von Studierenden. Sollte der eine oder andere Nachwuchsphilologe die Ausgabe riskieren, er könnte sein Geld besser nicht anlegen.
Hm ... sind wir Nachwuchsphilologen?
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Hm ... sind wir Nachwuchsphilologen?
Ich fürchte, dass wir das Nachwuchsalter irreversibel überschritten haben. Und auch der Preis des Bandes scheint nicht sehr nachwuchsfreundlich. Sollte man sich schenken lassen ;), denn es klingt durchaus interessant.
lg
orzifar
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Hallo,
schade, dass solche Bücher so viel kosten. Da hilft nur Bibliothek oder reiche Eltern, Großmütter, die einem das schennken. Die Auflagen sind eben sehr gering. Bisher habe ich mich mit Walter Kranz ausgeholfen: Geschichte der griechischen Literatur. Irgendwo schwirrt in meinen Regalen noch ein altes antiquarisches Buch herum, dass sich speziell der hellenistischen Literatur widmet. Ich habe das jetzt auf die Schnelle nicht gefunden.
Liebe Grüße
mombour
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Ich vermute ja, dass Koch beim "Nachwuchsphilologen" an den Lehramtskandidaten denkt, den zukünftigen Gymnasiallehrer für Altgriechisch. Für diesen wäre es ja eine nicht unwichtige Anschaffung, eine fürs Leben und die Schule ...
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Bisher habe ich mich mit Walter Kranz ausgeholfen: Geschichte der griechischen Literatur.
Kranz hat sowohl über die griechische Literatur als auch über die Philosophie geschrieben: Letzteres habe ich im Russel-Thread schon mal - despektierlich - erwähnt, Kranz ist ein typischer Vertreter des 19. (oder gar 18. Jahrhunderts) mit seiner Verehrung für die alten Denker, ziemlich unkritisch und ist - vor allem die Philosophie betreffend - nie im 20. Jahrhundert angekommen (das war derjenige, der da meinte, dass nach Aristoteles die Logik nichts mehr hinzufügen konnte zu ihrem Wissensstand, etwas, das bestenfalls zu Zeiten Kants der Fall war, nach Frege, Quine & Co aber ausnehmend lächerlich wirkt).
lg
orzifar
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(das war derjenige, der da meinte, dass nach Aristoteles die Logik nichts mehr hinzufügen konnte zu ihrem Wissensstand, etwas, das bestenfalls zu Zeiten Kants der Fall war, nach Frege, Quine & Co aber ausnehmend lächerlich wirkt).
Ich dachte, die seien spätestens nach Russell, Moore und Wittgenstein sang- und klanglos ausgestorben. 8)
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Und Whitehead. Mein Gedächtnis wird alt ... :-[