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Gemeinsam Lesen => Vorschläge fürs gemeinsame Lesen => Topic started by: Regina on 01. Dezember 2009, 10.57 Uhr
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Da ich bei anderer Leut Lesepläne schon so viel gefunden habe, wo ich mitmachen werde, nehme ich mir für nächstes Jahr nur zwei Bücher vor:
Witold Gombrowicz - Ferdydurke
Eugen Rosenstock-Huessy - Die europäischen Revolutionen und der Charakter der Nationen
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Ach ja - da sehe ich erst Deine Signatur. Es ist der Wense ...
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OHA! Witold Gombrowicz - Ferdydurke!!
Nicht schlecht!
Ein sehr gutes und ein bisschen verwirrtes Buch!!!
Lesenswert!
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Es gibt Bücher, die ich lieber in kleineren Dosen zu mir nehme. Ich lese täglich in ihnen, aber über einen längeren Zeitraum. Mit Lichtenbergs Sudelbüchern habe ich das so gehalten und mit Montaignes Essais. Dieses Jahr habe ich nach Bibelleseplan die Lutherbibel Im Text von 1545 gelesen.
Mit der King James Bible will ich ähnlich verfahren, aber erstmal brauche ich mindestens ein Jahr Pause.
Hat jemand eine Idee für ein umfangreiches Werk, dass sich gut dosieren lässt?
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Hat jemand eine Idee für ein umfangreiches Werk, dass sich gut dosieren lässt?
Robert Burton: The Anatomy of Melancholy
Karl Kraus: Die Fackel
Paul Valéry: Cahiers/Hefte
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Die Fackel ist mir mit ca 20.000 Seiten dann doch zu umfangreich.
Valéry reizt, ist aber zu teuer.
Burton, ja Burton passt. Vor einem Vierteljahrhundert las ich das Insel-Taschenbuch, aber das war nur ein Auszug und übersetzt. Jetzt gibt es eine erschwingliche Ausgabe von New York Review Books.
Wenn nicht jemand einen noch zündenderen Vorschlag hat, dann wird es wohl die Anatomy werden.
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Valéry reizt, ist aber zu teuer.
Schade, ich hatte gehofft, dass Du mir dann sagen könntest, ob sich die Anschaffung der sechsbändigen Ausgabe lohnt ;D . Ich habe ja nur den Auszug "Ich grase meine Gehirnwiese ab" von der Andern Bibliothek.
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Mein Thema sind inzwischen theologische Klassiker. Im 20-Seiten-Rhythmus fräse ich mich gerade durch Augustins "Vom Gottesstaat" (im ersten Buch überraschend unterhaltsam - mag am Übersetzer liegen, aber Augustin hat ja Rhetorik studiert und gelehrt).
Boethius wird folgen, vielleicht ein wenig Johannes Eriguena und Anselm von Canterbury, sicher Abaelard, unausweichlich Thomas von Aquin (die Summa contra Gentiles steht ja im Regal), möglich auch ein Rücksprung zu Origenes oder Tertullian.
Nach einem Rundgang durch Foren, die sich christlich nennen, bin ich schnell zu der Erkenntnis gelangt, dort niemanden zu finden, der sich daran mit versuchen würde oder mit dem ich mich unterhalten möchte.
Giebt es hier jemanden, den das eine oder andere interessiert?
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Der Aquinate wurde, wenn ich mich recht erinnere, schon mal von orzifar und von mir angedacht. Aber ich glaube, wir konnten uns noch nicht einig werden, welche Summa. Ob die contra gentiles oder die theologica. Aber ja - wenn's nicht eilt. Anselm wäre als Logiker interessant, wenn ich mich recht erinnere. Oder als Erkenntnistheoretiker - bei den aktuellen Temparaturen verweigert mein Hirn genauere Auskunft. Ich glaube, es war der Gottesbeweis...
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Hallo,
schön, dass die "Leseplänchen" ein Update erfahren haben. - Prinzipiell wäre ich an allen von dir vorgeschlagenen Autoren interessiert, ich habe aber nur einen Teil in meiner Bibliothek. Außerdem bin ich noch mit Brentano und der Wissenschaftstheorie zugange, weshalb es zu einem Zeitproblem werden könnte. Werde mich aber in jedem Fall einzubringen versuchen.
Solche Literatur in christlichen Foren zu lesen dürfte nicht empfehlenswert sein, da dort häufig eine bereits eingeschränkte Sicht der Dinge vorausgesetzt wird. Ein Wechsel von der theologischen zur philosophischen Fakultät scheint angeraten :).
lg
orzifar
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Mein Thema sind inzwischen theologische Klassiker.
Hallo Regina,
bei dem einen oder anderen Kirchenvater (z.B. den Apologien Justins und Tertullians) würde ich mitmachen.
LG
Tom
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Im 20-Seiten-Rhythmus fräse ich mich gerade durch Augustins "Vom Gottesstaat" (im ersten Buch überraschend unterhaltsam - mag am Übersetzer liegen, aber Augustin hat ja Rhetorik studiert und gelehrt).
Liest du die Übersetzung von Kurt Flasch? Ich fand die „Bekenntnisse“ übersetzt von Flasch letztes Jahr auch streckenweise recht unterhaltsam, mein Mitleser mit einer anderen Übersetzung war weniger amused.
Thomas von Aquin mit welcher Summa auch immer würde ich mitlesen.
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Das ist ja eine erfreuliche Resonanz. Ich wusste doch, hier bin ich richtig!
@ Orzifar
Ja, die Idee, dass man sich in christlichen Foren für Theologie interessieren könnte, war zu gewagt...
Da ich ungefähr chronologisch vorgehen will, ist es bis zum Aquinaten eh noch hin und bis dahin haben wir uns sicher auf eine Summa geeinigt. Ob SCG oder ST - mir sind beide recht.
@ Sir Thomas
Tertullians Apologeticum bin ich dabei.
@ Gontscharow
Ich lese die dtv-Ausgabe in der Übersetzung von Wilhelm Thimme von 1955.
Im ersten Buch polemisiert sich Augustin durch die römische Geschichte und Götterwelt, das gestaltet sich vom Thema her schon unterhaltsam.
Nächste Woche komme ich ins zweite Buch, in dem es dann wirklich um den Gottesstaat geht. Bin gespannt, ob sich der Ton ändert.
Augustin wird mich bis Ende August beschäftigen.
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Das ist ja eine erfreuliche Resonanz. Ich wusste doch, hier bin ich richtig!
Hier werden Sie geholfen ... :angel: