Hallo !
Das weiße Band habe ich vor ein paar Tagen gesehen und meine Gefühle sind etwas gemischt. Ein höchst genialer Film, die vortreffliche schauspielerische Leistung der Kinder sowie die eindrucksvolle Kameraführung haben es mir angetan. In einen so ruhigen Film, diesen Maß an Spannung aufzubauen und dies die ganzen 144 Minuten durchzuhalten –ein Bravourstück. Und trotzdem… das Ende hat mich sehr geärgert. Nicht wegen dem offenen Ende im Allgemeinen – hier in diesem Film hat es für mich nicht gestimmt. Haneke handelt wie seine Protagonisten, er kehrt die Wahrheit unter den Teppich und das hat mich schon irritiert. Im Nachhinein fand ich auch verschiedene Besetzungen zu klischeehaft: der schielende Bauer, der pädophile Arzt. Vor allem beim Letzteren fand ich die Szene mit der Tochter überflüssig. Verstand Haneke es sonst mit Andeutungen zu arbeiten, fiel er hier nicht nur mit der Tür, sondern mit der Pforte ins Haus. Das war irgendwie eine Überdosis Moralin.
Ob der Regisseur übertrieben hat? Ich denke nicht. Die „Grausamkeit der Kinder“ ist weder neu noch wirklichkeitsfremd, meine ich.
Auf jeden Fall, trotz einiger Schwachpunkte, ein absolut sehenswerter Film,
meint Dora, der sogar ein paar Tränchen gekullert sind wegen Gustl