Autor Thema: Was wir wollen und was nicht - Unsere Spielregeln  (Gelesen 7082 mal)

Offline sandhofer

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Was wir wollen und was nicht - Unsere Spielregeln
« am: 13. Juli 2009, 17.20 Uhr »
Was wollen wir?

Dies soll eine Plattform sein, auf der über jedwede Art von Geschriebenem diskutiert werden kann. Diskussionen können nur entstehen, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen. Meinungsunterschiede zwischen den Teilnehmern sind also erwünscht, sie konstituieren ein Forum. Persönliche Angriffe (argumentum ad hominem) sind hingegen verpönt. Ebenfalls unerwünscht sind Hinweise der Form "de gustibus non est disputandum"; solches wird gern als Totschlagargument und zur Immunisierung der eigenen Posititon verwendet. Aber wir wollen diskutieren - auch über Geschmack.

Wir lesen alles – aber erfahrungsgemäss sind nicht alle Texte gleichermaßen in der Lage, interessante Diskussionen zu entfachen. Daher das „falsche“ 't' in „Litteratur“, ein Hinweis auf das Faible für Klassiker, auf jene Zeit, in der in Anlehnung an das lateinische "littera: Alles Geschriebene" dieses zweite "t" noch verwendet wurde.

Das bedeutet keineswegs Ablehnung zeitgenössischer Literatur - im Gegenteil: Das Hauptkriterium ist ein Mindestmaß an Qualität, welche erst die Grundlage für fruchtbare Auseinandersetzungen bietet.

Ausdrücklich erwünscht sind Beiträge über (alte) Philosophen, wissenschaftliche Literatur.

Eine Diskussion ohne Argumente ist ein Unding. Daher ein kurzer (philosophischer) Hinweis: Ein Argument ist eine Aussage, die im Hinblick auf das Behauptete eine begründende Funktion in Anspruch nimmt. Die Aussage "aber ich sehe es trotzdem so" ist per definitionem kein Argument.

Beachtung der im Deutschen üblichen grammatikalischen und orthographischen Regeln.

Es geht uns nicht um die Zahl der Mitglieder oder Beiträge, nicht um Seitenzugriffe oder statistische Rekordhascherei. Ein gehaltvoller Beitrag wiegt schwerer als viele entbehrliche Wortspenden.


Was möchten wir nicht?

Alles, was den oben genannten Kriterien nicht entspricht (persönliche Angriffe etc.)

Anfragen zum Lösen von Hausaufgaben. Diese werden kommentarlos und ohne Vorwarnung gelöscht.

Teilnehmer, die in ihrer Lektüre nur Spannung suchen oder die Identifikation mit den Protagonisten. Das mag eine legitime Haltung bei der Lektüre sein; einer Diskussion ist das nicht förderlich.

Jungautoren, die Texte vorstellen, Kritik wünschen. Dafür gibt es spezielle Foren. Auch solche Beiträge werden kommentarlos und ohne Vorwarnung gelöscht.

Vertreter metaphysischer, esoterischer Überzeugungen jedweder Provenienz. Wie überhaupt bestimmte Genres (wenngleich auch über solche eine grundsätzlich intelligente Diskussion möglich ist) nicht gern gesehen werden:


  • Liebesschmonzetten
  • Esoterisches
  • Erbauungsschrifttum
  • Sex and Crime
  • Fantasy & Mystery


Last but not least: Werbung. (Verlage,die Buchrezensionen wünschen, dürfen ein Rezensionsexemplar an die im Impressum angegebene Adresse schicken. Wir garantieren nicht für eine Rezension, und Unverlangtes wird prinzipiell nicht zurückgeschickt.)

Und nun, geschnürt in das Prokrustesbett gestrenger Regeln, fröhliches Diskutieren!

Eure Administratoren (dora, sandhofer, scheichsbeutel)
« Letzte Änderung: 08. Juni 2010, 14.46 Uhr von orzifar »
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus