Autor Thema: Fritz Mauthner  (Gelesen 1242 mal)

Offline sandhofer

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Re: Fritz Mauthner
« Antwort #30 am: 17. April 2017, 08.05 Uhr »
Eigentlich habe ich zu Band 3 der Geschichte des Atheismus nun im Blog weit mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte...
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

Offline orzifar

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Re: Fritz Mauthner
« Antwort #31 am: 18. April 2017, 04.52 Uhr »
Eigentlich habe ich zu Band 3 der Geschichte des Atheismus nun im Blog weit mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte...

Das ist gut so, jetzt weiß ich, was auf mich (in ein paar Jahren?) zukommt. Und die Neigung zum Mystizismus macht auch klar, in welche Richtung Mauthners eigener Atheismus zielen dürfte.

lg

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Offline sandhofer

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Re: Fritz Mauthner
« Antwort #32 am: 19. April 2017, 20.05 Uhr »
Mystiker sind oft sprachlich sehr innovative Leute. Aber einen mystischen Atheismus kann ich mir nicht vorstellen. Aber in so eine Richtung scheint Band 4 tatsächlich zu zielen.
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Offline orzifar

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Re: Fritz Mauthner
« Antwort #33 am: 20. April 2017, 06.12 Uhr »
Hallo!

Mystiker können durchaus (zumindest im Mauthnerschen Sinne) atheistisch sein (und wurden auch von der Amtskirche verfolgt): Meister Eckhart hatte nicht unerhebliche Probleme (denen er durch seinen Tod entging, ich glaube, dass seine Werke posthum verbrannt wurden). Das liegt im Gottesverständnis der Mystiker, das zumeist auf ein "Einswerden" mit dem Gott (oder dem Sein oder der Welt) hinausläuft. Pantheistische Tendenzen inklusive. Ich bin schon neugierig, welche Variante der gute Mauthner wählt ;).

lg

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Offline orzifar

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Re: Fritz Mauthner
« Antwort #34 am: 21. April 2017, 01.36 Uhr »
Hallo,

jetzt bleibt der Mauthner wohl endgültig auf der Strecke, weil ich in meiner Vergesslichkeit einige Bücher zu verlängern vergaß und dadurch nun gezwungen bin, Sachen zu lesen, die ich eigentlich erst im Sommer mir vornehmen wollte. Denn ansonsten müsste ich wohl wieder ein Jahr oder mehr warten. Naja - auch schon egal ...

lg

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Offline sandhofer

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Re: Fritz Mauthner
« Antwort #35 am: 22. April 2017, 06.38 Uhr »
Hallo

Da ich seit Jahren nicht mehr bei einer Bibliothek angemeldet bin, kann zumindest dies mir nicht passieren. Ob es im Übrigen so schade um Mauthner ist? Ich schwimme unterdessen im vierten und letzten Buch. Vorher hat Mauthner ein bisschen über Kant, ein bisschen über Fichte geschrieben - und sehr viel von Kants Vorgänger auf dem Königsberger Lehrstuhl und sehr viel von jenem Unbekannten, dessen Text der eigentliche Auslöser des Jenaer Atheismusstreites um Fichte geworden war. Mauthner kapriziert sich wirklich darauf, Unbekanntes vorzustellen. Vielleicht, weil man ihn da in Punkto Kenntnis der Werke kaum kontrollieren kann? Von Kant scheint er jedenfalls nur die kleine Schrift "Was ist Aufklärung?" zu kennen, nicht die grossen Kritiken (oder jedenfalls nur deren äusseren Umrisse). Und Vaihingers Kant-Interpretation des "Als ob".

Grüsse

sandhofer
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Offline sandhofer

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Re: Fritz Mauthner
« Antwort #36 am: 24. April 2017, 20.32 Uhr »
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Mauthner, je näher er seiner eigenen Zeit kommt, desto weniger linear vorwärts schreitet. Symptomatisch für die meisten Philosophiegeschichten. Vor allem offenbar für jene, die - wie Mauthners - gar keine sein wollen...
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Offline sandhofer

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Re: Fritz Mauthner
« Antwort #37 am: 25. April 2017, 20.29 Uhr »
Symptomatisch für die meisten Philosophiegeschichten.

Wobei er zusehends in die Literaturgeschichte gerät. Die französische und die deutsche vor allem. Will sagen: den Naturalismus und das Junge Deutschland.
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Offline sandhofer

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Re: Fritz Mauthner
« Antwort #38 am: 26. April 2017, 19.20 Uhr »
Darwin bisher nur am Rande...
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Offline sandhofer

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Re: Fritz Mauthner
« Antwort #39 am: 27. April 2017, 19.59 Uhr »
Dafür Stirner. Und wie! Er schwärmt für Stirner wie eine frisch verliebte Jungfrau aus dem 19. Jahrhundert...
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Offline sandhofer

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Re: Fritz Mauthner
« Antwort #40 am: Gestern um 19:20 »
Gottfried Keller mag er auch. Aber er verniedlicht ihn gleichzeitig.  ???
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